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6. Februar 2020 – Sichtwerk

Steuertipps aus der Praxis #9: Smartphone am Arbeitsplatz

Die Nutzung von Smartphones hat unser aller Leben verändert. Es ist omnipräsent – oft auch am Arbeitsplatz.

Steuertipps aus der Praxis #9: Smartphone am Arbeitsplatz 1

Für viele Unternehmer und Mitarbeiter ist das Handy aus betrieblichen Interessen und Gründen der Erreich barkeit unabdingbar. Wie sieht es aber aus, wenn das Handy nicht betrieblich benötigt wird?

Haben Sie Fragen zu diesem oder einem anderen Steuerthema? Unsere Steuerberater in Rosenheim, Prien und München unterstützen Sie gerne!

Ein Studiennachweis

Zur Frage, wie sich ein Smartphone auf das Arbeitsverhalten auswirkt, wurden bereits zahl reiche Studien durchgeführt.

In einer Studie der University of Southern Maine aus dem Jahr 2014 beispielsweise wurden unter Studenten zwei Gruppen gebildet und separaten Aufmerksamkeitstests unterzogen. In der einen Gruppe durften mitgebrachte Mobilgeräte auf dem Tisch liegen bleiben.

Die jeweils zweite Gruppe sollte ihr Smartphone während des Tests in der Tasche verstauen. Der Aufmerksamkeitstest bestand aus einer Reihe von logischen Ergänzungs- und Rechenaufgaben mit Zahlenreihen.

Ergebnis war, dass die Gruppe, die ihre Mobilgeräte außer Sichtweite deponiert hatte, wesentlich besser abschnitt: Im Schnitt wurden 26 Prozent der Aufgaben korrekt gelöst, während die andere Gruppe mit 21 Prozent im direkten Vergleich deutlich zurücklag. Diese Studie knüpft an eine Reihe vorangegangener Untersuchungen an.

Es wurde bereits erhoben, dass die bloße Gegenwart eines Smartphones soziale Kompetenzen schwächt und negative Auswirkungen auf Nähe, Verbindung und Qualität im Gespräch hat. Dabei muss das Mobilgerät nicht einmal berührt werden – dennoch verschlechtert sich die Diskussions- und Sozialfähigkeit von Menschen eklatant.

Wir haben uns in der Kanzlei dazu entschieden, dass die Handys der Mitarbeiter nicht auf den Schreibtischen liegen, sondern eingesteckt sind in Taschen oder Jacken, bestenfalls lautlos.

Schlussfolgerung

Wir halten jedoch nichts von Sanktionen, sondern vertrauen auf das kollegiale Miteinander. Vor der
Einführung dieser Regelung im SICHTWERK haben uns folgende Fragen beschäftigt:

Sind Smartphones für uns oder unsere Mitarbeiter aus betrieblichen Gründen wichtig?

Wie handhaben wir die (Privat-)Nutzung von Smartphones am Arbeitsplatz?

Gibt es hierzu klar kommunizierte Regeln? Sind diese einheitlich?

Benutzen wir unsere Smartphones auch am Wochenende zur Erledigung unserer betrieblichen Geschäfte? Ist dies notwendig?

Vielleicht beschäftigen Sie diese Fragen auch in Ihrem Unternehmen? Wir jedenfalls sind durch diese Fragestellungen dazu gekommen, an dieser Stelle Veränderungen durchzuführen und auch den eigenen Umgang mit dem Smartphone beruflich und privat zu überdenken…